Ausbildung
Die Ausbildung der Rettungshunde-Teams dauert ca. 2 Jahre bis zur ersten Rettungshundeprüfung. Diese wird nach jeweils 18 Monaten wiederholt. Das Training findet in einer entspannten Atmosphäre mit ruhigen Teams jeweils am Donnerstag Abend und am Samstag Vormittag statt. Wir trainieren das Auffinden vermisster Personen in Flächen (in Wald, Feld und Wiese) oder in Trümmern (eingestürzten Häusern). Die Hunde lernen, systematisch ein bestimmtes Gebiet abzusuchen oder anhand von Geruchsproben (z.B. Kleidungsstücken) gezielt die Spur zur Suchperson aufzunehmen (Mantrailing).
Die Ausbildung der Hunde erfolgt unter Ausnutzung ihres natürlichen Spieltriebes ausnahmslos durch “positive Verstärkung”, also ohne Druck und Gewalt. Der Hundeführer ist aktives Mitglied im DRK. Um die Rettungshundeprüfung zu absolvieren, muß er mindestens 18 Jahre alt sein. Zu Beginn der Ausbildung des Hundeführers sollte das Mindestalter 16 Jahre betragen. Der Hundeführer muß körperlich und geistig für die Rettungshundearbeit geeignet sein. Während der allgemeinen Helferausbildung des DRK erwerben Hundeführer und Helfer Kenntnisse in folgenden Themen:
- Sanitäts-Ausbildung ( San „A” und „B”)
- Organisation und Einsatztaktik
- Flächenkunde/ Trümmerkunde
- BOS – Sprechfunkverkehr
- Unfallverhütung und Sicherheit im Einsatz
- Grundwissen über Hundehaltung / Kynologie
- Verhaltensgrundsätze bei Transporten /Lufttransport
- Besondere Bedingungen des Auslandeinsatzes
Eignung
Die Vorstellung ist weit verbreitet, dass zur Rettungshundearbeit nur Rassehunde eingesetzt werden können. Weit gefehlt! Gut geeignet sind mittelgroße Hunde, die körperlich leistungsfähig, temperamentvoll und lernfreudig sind sowie eine gute Wesensveranlagung (psychische Ausgeglichenheit) erkennen lassen. Für die Flächensuche ist eine gute Laufleistung und Beweglichkeit (zum Überspringen von Hindernissen) erforderlich. Für die Trümmersuche sind Geschicklichkeit und sichere Beweglichkeit entscheidend.
Da man zur Ausbildung zum Rettungshund den Futter- und Spieltrieb nutzt, müssen Rettungshunde von ihrer Veranlagung her triebstark sein. Rettungshunde kommen in Einsätzen, bei Übungen und bei der Ausbildung oft in engen Kontakt mit anderen Hunden. Daher müssen sie eine gute Verträglichkeit mit anderen Hunden aufweisen und dürfen kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen zeigen. Dies alles wird vor der Ausbildung in einem Eignungstest überprüft.
Hunde, die am Übungsbetrieb teilnehmen, müssen haftpflicht- versichert und geimpft sein.



