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Foto: A. Zelck / DRK-Service…
Rettungshundestaffel
Auch heutzutage mit aller Technik ist der Rettungshund unverzichtbar bei der Suche nach vermissten Personen. Aus diesem Grund nahmen wir die Arbeit im April 2004 in Berlin beim Kreisverband Reinickendorf-Wittenau e.V. auf, mit dem Ziel eine einsatzfähige Rettungshundestaffel aufzubauen, damit wir die Hilfsorganisationen in Berlin und Brandenburg bei der Suche nach Vermissten Personen unterstützen können. Die Arbeit in einer Rettungshundestaffel beim DRK, ob als Hundeführer oder Helfer ist sehr abwechslungsreich und rein ehrenamtlich.
Gerade das macht aber den Reiz aus. Die Arbeit und Ausbildung beim DRK als Helfer und Rettungshundeführer ist abwechslungsreich und sinnvoll. Ob beim Dienst am Menschen z.B. auch beim Sanitätsdienst oder bei der Arbeit mit Hunden in der Rettungshundeausbildung bzw.im Rettungshundeeinsatz kann man seine Freizeit sinnvoll und nützlich gestalten.
Die Verwendung von Rettungshunden spielte in den beiden Weltkriegen vornehmlich in Sanitätseinheiten noch eine Rolle und wurde seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland außer bei der Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz nur von einigen Individualisten und Spezialisten betrieben. Das beharrliche Bemühen dieser Individualisten, die ihre gut ausgebildeten Suchhunde in die Aufgaben und Arbeit des Roten Kreuzes einbringen wollten, wurde schließlich belohnt.
Foto: A. Zelck / DRK-Service GmbH
Foto: A. Zelck/DRK
Der Rettungshundeführer ist als Helfer des Sanitätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes Mitglied der jeweiligen DRK-Bereitschaft. Er nimmt am Dienst in seiner DRK-Bereitschaft wie alle anderen teil, wobei zu berücksichtigen ist, dass Rettungshundeführer ein zeitaufwendiges Ausbildungs- und Trainingsprogramm mit Ihrem Rettungshund durchzuführen haben und ihnen daher die Möglichkeit hierzu anstatt anderer Dienste weitestgehend eingeräumt werden muss. Der Rettungshund ist Eigentum des Rettungshundeführers, mit dem er ein Team bildet.
Die Belange der Rettungshundearbeit in Hinsicht auf alle grundsätzlichen und einheitlich geltenden Regelungen werden vom DRK-Generalsekretariat koordinierend wahrgenommen. Rettungshundeinformationen sind in die Einsatz- und Alarmpläne des Landesverbandes, der Kreisverbände sowie der Rettungsleitstellen einbezogen. Sie können somit als wichtiges Element des Rettungseinsatzes z. B. bei Verschüttungen durch Gasexplosionen eingesetzt werden. Aber auch die Suche nach vermissten Personen (z. B. verwirrte Menschen) in der Fläche (Wald usw.) stellt eine eindeutige Indikation zur Alarmierung der Rettungshundeteams dar und ist ein häufiger Einsatzanlass.
RHS-Teams
Kameradschaft und Zusammenarbeit werden bei uns besonders großgeschrieben, denn ein Erfolg im Ernstfall ist kein Erfolg eines Einzelnen, sondern immer das Ergebnis einer funktionierenden Staffelgemeinschaft, die in vielen Trainings– und Einsatzstunden stetig ihre Leistung und Fähigkeiten voran bringen will.
Sehr geehrte Hundehalter, sehr geehrte Hundeliebhaber, wir freuen uns, wenn Sie einmal unverbindlich an einem unserer Trainingstage teilnehmen. Damit Sie und Ihr Hund auch richtig dabei sein können und die Teilnahme einen Erfolg und eine Motivation für Ihren Hund bedeutet, sollten Sie daran denken, einige Sachen mitzubringen:
Das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes (Strick, Lunte, Ball o.ä.)
Eine Belohnung für den Hund (Käsewürfel, Würstchen o.ä.)
Wasser für den Hund (ca. 1 Liter) und einen Wassernapf
Eine Unterlage für den Hund (Decke, Teppichrest o.ä.)
Ein Halsband (am besten mit Klickverschluss)
Eine Leine (sowie eine 1m-Leine, falls vorhanden)
Festes Schuhwerk und evtl. eine Regenjacke und Regenhose
Impfbuch und Haftpflichtversicherung für den Hund
Sie haben keinen Hund? Wir brauchen immer engagierte Helferinnen und Helfer. Wo das Training jeweils stattfindet, erfahren Sie rechtzeitig von der Staffelleitung. Sollten Sie noch Fragen haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Die Suche nach Vermissten Personen ist auch heutzutage immer noch schwierig trotz aller techn. Möglichkeiten. Gerade deshalb bleibt der Rettungshund unentbehrlich bei der Suche und der Rettung von vermissten Personen. Ob im Wald und Flur als Flächensuchund, in den Trümmern als Trümmersuchhund oder in den Bergen als Lawinenhund sind die ehrenamtlichen Helfer des DRKs mit Ihren Hunden Tag und Nach einsatzbereit um zu helfen.
Die Ausbildung zum Rettungshundeteam ist aufwendig und schwierig. In der Freizeit wird der Hundeführer als DRK Helfer ausgebildet und zusätzlich muss er sich und seinen Hund auf die Rettungshundeprüfung bzw. den Rettungshundeeinsatz vorbereiten.
Ausbildung
Die Ausbildung der Rettungshunde-Teams dauert ca. 2 Jahre bis zur ersten Rettungshundeprüfung. Diese wird nach jeweils 18 Monaten wiederholt. Das Training findet in einer entspannten Atmosphäre mit ruhigen Teams jeweils am Donnerstag Abend und am Samstag Vormittag statt. Wir trainieren das Auffinden vermisster Personen in Flächen (in Wald, Feld und Wiese) oder in Trümmern (eingestürzten Häusern). Die Hunde lernen, systematisch ein bestimmtes Gebiet abzusuchen oder anhand von Geruchsproben (z.B. Kleidungsstücken) gezielt die Spur zur Suchperson aufzunehmen (Mantrailing).
Die Ausbildung der Hunde erfolgt unter Ausnutzung ihres natürlichen Spieltriebes ausnahmslos durch “positive Verstärkung”, also ohne Druck und Gewalt. Der Hundeführer ist aktives Mitglied im DRK. Um die Rettungshundeprüfung zu absolvieren, muß er mindestens 18 Jahre alt sein. Zu Beginn der Ausbildung des Hundeführers sollte das Mindestalter 16 Jahre betragen. Der Hundeführer muß körperlich und geistig für die Rettungshundearbeit geeignet sein. Während der allgemeinen Helferausbildung des DRK erwerben Hundeführer und Helfer Kenntnisse in folgenden Themen:
Sanitäts-Ausbildung ( San „A” und „B”)
Organisation und Einsatztaktik
Flächenkunde/ Trümmerkunde
BOS – Sprechfunkverkehr
Unfallverhütung und Sicherheit im Einsatz
Grundwissen über Hundehaltung / Kynologie
Verhaltensgrundsätze bei Transporten /Lufttransport
Besondere Bedingungen des Auslandeinsatzes
Eignung
Die Vorstellung ist weit verbreitet, dass zur Rettungshundearbeit nur Rassehunde eingesetzt werden können. Weit gefehlt! Gut geeignet sind mittelgroße Hunde, die körperlich leistungsfähig, temperamentvoll und lernfreudig sind sowie eine gute Wesensveranlagung (psychische Ausgeglichenheit) erkennen lassen. Für die Flächensuche ist eine gute Laufleistung und Beweglichkeit (zum Überspringen von Hindernissen) erforderlich. Für die Trümmersuche sind Geschicklichkeit und sichere Beweglichkeit entscheidend.
Da man zur Ausbildung zum Rettungshund den Futter- und Spieltrieb nutzt, müssen Rettungshunde von ihrer Veranlagung her triebstark sein. Rettungshunde kommen in Einsätzen, bei Übungen und bei der Ausbildung oft in engen Kontakt mit anderen Hunden. Daher müssen sie eine gute Verträglichkeit mit anderen Hunden aufweisen und dürfen kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen zeigen. Dies alles wird vor der Ausbildung in einem Eignungstest überprüft.
Hunde, die am Übungsbetrieb teilnehmen, müssen haftpflicht- versichert und geimpft sein.
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